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Erfolgreich auf dem Kinderbasar verkaufen

Kinder wachsen schneller, als der Kleiderschrank mitkommt. Ein Kinderbasar ist die ideale Gelegenheit, gut erhaltene Kleidung, Spielsachen und Ausstattung sinnvoll weiterzugeben und dabei die Haushaltskasse aufzubessern. Mit ein wenig Vorbereitung verkaufst du deutlich mehr – hier kommen die wichtigsten Tipps.

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Sichte deine Sachen frühzeitig und sortiere ehrlich aus: Verkauft wird nur, was du selbst noch kaufen würdest. Kleidung sollte gewaschen, knitterfrei und frei von Flecken und Löchern sein. Bei Spielsachen gilt: Vollständigkeit prüfen, frische Batterien einlegen und Anleitungen beilegen, wenn vorhanden. Biete außerdem saisonpassend an – Schneeanzüge gehören auf den Herbstbasar, Sandalen und Badesachen auf den Frühjahrsbasar.

Kümmere dich rechtzeitig um eine Verkäufernummer beim Veranstalter. Bei beliebten Basaren sind die Nummern oft innerhalb weniger Tage vergeben; die Anmeldefristen und Kontaktdaten stehen in der Regel in der Terminbeschreibung.

Preisgestaltung: fair für beide Seiten

Auf einem Basar kaufen Familien gezielt günstig ein – zu hohe Preise bleiben liegen. Bewährt hat sich als Faustregel ein Viertel bis ein Drittel des Neupreises bei gutem Zustand. Neuwertige Marken- oder Funktionskleidung darf etwas darüber liegen, stark bespielte Sachen entsprechend darunter. Wähle runde Beträge in 50-Cent-Schritten, das erleichtert Kopfrechnen und Abrechnung. Kleinteile wie Bodys, Socken oder einzelne Bücher verkaufen sich gebündelt im Set oft besser als einzeln.

Etiketten: gut lesbar und fest angebracht

Jedes Teil braucht ein Etikett mit deiner Verkäufernummer und dem Preis – gut lesbar und so befestigt, dass es beim Anprobieren und Stöbern nicht abfällt. Bewährt haben sich Sicherheitsnadeln oder Etikettierpistolen am eingenähten Pflegeetikett; einfache Stecknadeln und lose Klebezettel gehen dagegen schnell verloren. Packe Kleinteile und Sets in durchsichtige Beutel und beschrifte sie außen. Wichtig: Viele Veranstalter haben eigene Vorgaben für Etiketten oder Artikellisten – halte dich genau daran, sonst kann deine Ware nicht angenommen werden.

Kommissionsbasar oder Tischbasar?

Beim Kommissionsbasar (auch Abgabebasar genannt) gibst du deine ausgezeichnete Ware vor dem Termin ab. Das Basarteam übernimmt den Verkauf und behält dafür üblicherweise 15 bis 20 Prozent des Erlöses ein, oft zugunsten von Kindergarten, Schule oder einem guten Zweck. Dein Vorteil: Du musst am Basartag nicht anwesend sein.

Beim Tischbasar (Selbstverkäuferbasar) mietest du gegen eine Standgebühr einen Tisch und verkaufst selbst. Das kostet einen Vor- oder Nachmittag Zeit, dafür behältst du den vollen Erlös, kannst auf Preisverhandlungen eingehen und nimmst dein Geld direkt mit nach Hause. Welche Form besser passt, hängt also vor allem davon ab, wie viel Zeit du investieren möchtest.

Checkliste für den Basartag

  • Verkäufernummer rechtzeitig sichern und Abgabe- bzw. Aufbauzeiten notieren
  • Ware gewaschen, geprüft, sortiert und vollständig etikettiert
  • Artikelliste ausgefüllt, falls der Veranstalter eine verlangt
  • Für den Tischbasar: ausreichend Wechselgeld, Geldkassette oder Bauchtasche
  • Tischdecke, Kleiderstange und Tüten für die Käuferinnen und Käufer
  • Zeitpunkt für Abholung von Restware und Auszahlung notieren

Häufige Fragen

Was verkauft sich auf einem Kinderbasar am besten?

Gut erhaltene, saisonpassende Kinderkleidung in gängigen Größen, Schuhe, Spielzeug, Bücher sowie Baby-Erstausstattung wie Kinderwagen, Babytragen oder Hochstühle. Auf Herbstbasaren laufen Jacken, Matschkleidung und Schneeanzüge besonders gut, im Frühjahr eher Sommerkleidung und Outdoor-Spielzeug.

Wie viel sollte ich für gebrauchte Kindersachen verlangen?

Als Faustregel gilt etwa ein Viertel bis ein Drittel des Neupreises bei gutem Zustand. Für Markenware oder neuwertige Artikel darf es etwas mehr sein, für stark bespielte Sachen entsprechend weniger. Runde, gut lesbare Beträge erleichtern Kauf und Abrechnung.

Was ist der Unterschied zwischen Kommissionsbasar und Tischbasar?

Beim Kommissionsbasar gibst du deine ausgezeichnete Ware vorher ab, das Basarteam verkauft sie für dich und behält dafür meist 15 bis 20 Prozent Provision ein. Beim Tischbasar mietest du einen Tisch, verkaufst selbst und behältst den vollen Erlös abzüglich der Standgebühr.

Wie bekomme ich eine Verkäufernummer?

Die Verkäufernummern vergibt der jeweilige Veranstalter, meist einige Wochen vor dem Termin per E-Mail, Telefon oder über ein Online-Formular. Da die Nummern oft schnell vergriffen sind, lohnt es sich, frühzeitig anzufragen — die Kontaktdaten findest du auf der jeweiligen Terminseite.

Was mache ich mit Sachen, die nicht verkauft wurden?

Nicht verkaufte Ware holst du beim Kommissionsbasar zum angegebenen Zeitpunkt wieder ab; viele Veranstalter bieten alternativ an, sie an soziale Einrichtungen zu spenden. Gut erhaltene Stücke kannst du auch einfach auf dem nächsten Basar erneut anbieten.

Du suchst noch den passenden Termin? In unserer Terminliste findest du Kinderbasare und Kinderflohmärkte in deiner Nähe – mit Umkreissuche nach PLZ oder Ort. Weitere Tipps gibt es im Ratgeber.